"Zieht euch dick und warm an" war einer der letzten Tips unseres AK Abenteurs am Freitag vor dem Ausflug nach Wurzbach an die Eltern und Kinder, denn die sibirsche Kälte, die Deutschland im Griff hatte, sollte uns nichts anhaben können.

 

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Um 9:30 Uhr trafen wir uns vor der Heinrichshütte in Wurzbach. Es war eisig kalt, aber wir waren gut gerüstet zum Kampf gegen die Kälte.


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Im Kassen- und Verkaufsraum wärmten wir uns kurz auf, bevor die Führung anfing. 


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Nachdem einer interessanten Einführung in die Geschichte der Heinrichshütte, wurde uns gezeigt, wie aus einem speziellen Sand eine "verlorene Form" hergestellt wird. Die Form hat am Schluss  zwei Öffnungen: Der Anguß, in den das flüssige Aluminium gefüllt wird, und den Steiger, an dem man sieht, wann die Form voll ist.

 

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Das Formoberteil wurde mit einem Gewicht beschwert, dass der beim Gießen entstehende Druck die Formhälften nicht auseinander drückt. Dann wurde über 600°C heißes Aluminium in die Form gegossen.

 

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In Anguss und Steiger leuchtet das flüssige Aluminium. Jetzt musste der Guss einige Zeit abkühlen, in der ...

 

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...wir wissenswertes über den Kupolofen und das Gießen von Grauguss erfuhren.

 

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Jetzt war das Aluminium so weit abgekühlt, dass das gegossene Teil entnommen werden konnte.

 

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Bei der Entnahme des Gusses wird die Form zerstört, deshalb heißen diese Art von Formen aus Sand auch "verlorene Formen". Im Gegensatz dazu gibt es auch wiederverwendbare Formen, die Kokillen heißen.

 


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Weiter ging die Führung in einem Nebengebäude, in dem uns Heißluftmotoren (auch als Stirlingmotoren bekannt)gezeigt und deren Funktionsweise erklärt wurden. Die Einzelteile zu den Motoren werden in der Heinrichshütte in reiner Handarbeit gegossen.


 

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Dies ist einer der ausgestellten Heißluftmotoren, der nur durch die Kraft einer Flamme und der Temperaturunterschiede in den Zylindern das Schwungrad zu einer beachtlichen Drehzahl bringt.
 

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Jetzt entflohen wir der sibirischen Kälte und gingen wir wieder in den Verkaufsraum, wo uns das Zinngießen von Glücksbringern gezeigt wurde. Das Zinn hat einen deutlich niedrigeren Schmelzpunkt als das Aluminium und kann schon bei etwa 200°C gegossen werden.


 

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Dafür werden zwei Formhälften aus Silikonkautschuk mit Talkum bestrichen, so dass das Zinn nicht festklebt. Dann werden sie aneinandergepannt und mit dem flüssigen Zinn gefüllt.


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Die Gussformen haben einen Anguss (zum Befüllen) und kleine Kanäle zur Entlüftung, wenn das flüssige Zinn in die Form gefüllt wird.


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Die letzte Attraktion, die wir bei unserer Führung gezeigt bekamen, war die größte und stärkste Dampfmaschine Europas, eine 15000 PS-Vierzylinder-Zwillings-Tandem-Walzenzug-Dampfmaschine, die aus der Maxhütte Unterwellenborn "gerettet" wurde. Mit einem Elektromotor wurde die Dampfmaschine zum Leben erweckt.


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Jetzt hatten wir alle Hunger. Wir gingen in die Pizzeria "Primavera" des "Familotel am Rennsteig", um zu Mittag zu essen. Extra für uns wurde eine "Monte-Pizza" kreiert, die den Kindern super schmeckte.

 

 

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Frisch gestärkt ging es nun zum Rodeln.

 

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Beim "Frankenlift Wurzbach" gab es für Bobschlitten und Poporutscher gute Bedingungen. Die Kinder hatten viel Spaß...

 

 

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...die Eltern kamen ins Gespräch.

 

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Endlich oben angekommen. Von hier sind die Autos im Tal nur noch "Spielzeug". Von unten sah der Berg gar nicht so hoch aus! Und ab geht die Post....."Freie Baaaahn!"


  

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