Vorbereitungen für die Jubiläumsveranstaltung im Juli sind gestartet
Berg - Das Jubiläumswiesenfest am ersten Juliwochenende in der Gemeinde Berg wirft seine Schatten voraus. In der Freien Montessori-Schule sind die zehn Mädchen der Näh-AG unter der Leitung von Petra Goedicke eifrig am Werkeln. Sie nähen Fähnchen in der Größe 30 auf 40 Zentimeter, die später dann noch an Holzstecken befestigt werden. „Den Fahnenstoff in den Berger Wappenfarben Rot, Grün und Weiß hat die Schule gekauft“, sagt Schulleiter Stephan Ludl, „und die Wappen sowie die Fahnenstecken liefert die Gemeinde.“ Angedacht sind die Fahnen für das Schmücken der Häuser entlang der Festzugstrecke. In das Projekt ist auch die Übungsfirma unter der Leitung von Malika Winterling eingespannt. „Sie gestalten die Flyer, um den Verkauf unserer Fahnen zu bewerben“, berichtet der Schulleiter, der gemeinsam mit Bürgermeister Peter Rödel den Näherinnen über die Schulter schaut. Das Projekt läuft unter dem Titel „Berg zeigt Flagge“ und die Initiatoren erhoffen sich viele Käufer, besonders die Anwohner entlang der Festzugstrecke.
Es werden zwei verschiedene Fahnentypen genäht, welche mit Wappen und welche ohne. „Im Dreierpack, eine mit Wappen und zwei ohne Wappen gibt das bestimmt ein ordentliches Bild“, mutmaßt Schulleiter Ludl. „Der Erlös aus dem Fahnenverkauf ist für die Anschaffung von Spielgeräten auf dem Schulgelände gedacht“, informiert der Berger Bürgermeister. Übrigens lautet das Wiesenfestmotto „Von damals bis heute“, das vor allem im Festumzug umgesetzt werden soll. Drei Tage feiert der Berger Winkel sein Jubiläumswiesenfest vom Samstag, den 4. bis Montag, den 6. Juli. „Heuer gibt es auch wieder einen Wiesenfestweckruf am Samstag ab 17 Uhr mit der Hirschberger Schalmaienkapelle“, erzählt Bürgermeister Peter Rödel, „der dann wie gehabt mit dem Standkonzert am Rathaus endet.“ Bieranstich und ein musikalischer Abend schließen sich dann im Festzelt an. Übrigens gibt es zum Wiesenfest extra eingebrautes Wiesenfestbier von der Hofer Meinel Bräu. Den Samstag werden nach dem Erfolg vom Vorjahr wieder die „Berger Bubn“ und die „Wookyvegas Cover Band“ bestreiten. Sonntag spielt die Original Töpener Blasmusik auf und zudem stehen Mannschaftswettbewerbe mit Spielen aus früherer Zeit wie Sack hüpfen und Adlerschießen auf dem Programm. Tja, und am Montag spielen die „Pfundskerle“ auf. Aber bis zum Wiesenfest ist ja noch ein Stück hin, die Vorbereitungen laufen und der Wiesenfestausschuss mit Beirat ist tüchtig am Planen und organisieren.
Mit eingebunden sind natürlich beide Berger Schulen die Grundschule wie die Freie Montessori-Schule. „Es gibt auch noch die Idee die Berger Fahne auch in groß zu kreieren“, verrät Schulleiter Ludl,„aber das ist bisher nur ein vager Plan.“ Denn erst einmal müssen die Fähnchen für den Verkauf fertiggestellt werden. Einmal in der Woche trifft sich die Näh-AG, um sich kreativ zu betätigen. „Angefangen haben die Mädchen mit den Nähen von geraden Nähten und dabei entstandenüberwiegendKissen“, erzählt die Leiterin Petra Goedicke. Außer dem Nähen an den Maschinen gibt es auch viel Handarbeit, denn nicht alles kann auf den beiden Nähmaschinen erledigt werden. „Die Mädchen lernen beim Nähen Geduld zu haben, denn nicht alles klappt gleich professionell und deshalb gehört auch das Auftrennen zum Lernprozess dazu.“ Schulleiter Stephan Ludl macht darauf aufmerksam, dass Nähen früher eigentlich fast jeder konnte, wie auch das Schmieden. „Doch in der heutigen Zeit gehen die schönen alten Handwerksarbeiten verloren,aber wir bieten es an.“


Den originalen Artikel aus dem Amtsblatt der Gemeinde Berg können Sie >>>hier nachlesen
