Neuntklässler präsentieren Themen
Berg – Der Weg ist das Ziel, nicht nur das Produkt selbst, sondern die intensive Auseinandersetzung mit gesellschaftsrelevanten Themen, die oft über den gewöhnlichen Lehrplanhorizont hinausgehen. Die präsentierten Themen der sechs Montis von Felix Leucht „Mach Neu aus Alt“, Simon Wirth „Stahlbearbeitung – von der Skizze zum Endprodukt“, Paul Hirt, „Pellets – das umweltbewusste Heizen“, Julius Sommer „Varusschlacht – Entscheidung am Teutoburger Wald“, Jonas Wiede „Apple – Formvollendete Perfektion“ und Eike Bär „Skriptsprachen – Aufbau einer Webseite“ gingen wahrlich über den Lehrplan hinaus, spiegelten die Interessen und Stärken wider und gaben den Zuhörern und Zusehern weitreichende Einblicke in das jeweilige Fachgebiet. Mit den beeindruckenden, kreativen Präsentationen erlebten die Gäste in der Aula auch die Grundprinzipien der Montessori-Pädagogik: Schüler in ihrer individuellen Entwicklung zu fördern und die Vorbereitung auf das spätere Leben. Und wieder einmal ist das vollends gelungen. Das Lob von Juryvorsitzendem, Schulrat Werner Löffler, sozusagen „reine Formsache“. Er sprach von fachlich kompetenten Burschen, die alle Register zogen und in der jeweiligen Materie voll und ganz „drin stecken“. „Ihr habt unwahrscheinlich viel auf dem Kasten.“ An zwei Abenden präsentierten die sechs jungen Herren der neunten Jahrgangsstufe ihre individuelle „Große Montessori- Abschluss-Arbeit“ nicht nur einem großen Publikum, sondern auch der Jury, bestehend aus drei Vertretern von Wirtschaft und Schulamt sowie pädagogischen Fachkräften und Mentoren. Das Miteinbeziehen außerschulischer Lernorte wie Praktikumsbetriebe, die Zusammenarbeit von Mentor und Schüler, der Erwerb von Kommunikationskompetenzen im Austausch mit Mentor und Praktikumsbegleitern, bereitet die Schüler optimal auf die bevorstehende Arbeits- und Berufswelt vor. So zeigten junge und selbstbewusste, wenn auch etwas aufgeregte junge Leute auf der großen Bühne in der Schulaula ihr selbst erwähltes Thema. Sie erwarben Schlüsselqualifikationen wie teamfähig, selbstständig, zuverlässig, verantwortungsgewusst, zielorientiert, interessiert und ausdauernd und zeigten diese Eigenschaften live auf der Bühne. Die jungen Herren hatten sich eingehend mit der selbst gewählten Materie befasst, präsentierten diese fachmännisch und standen auch bei der späteren „Fragerunde“ kompetent Rede und Antwort. Es war der erste Auftritt auf einer großen Bühne und vor so viel Publikum, aber sie meisterten ihn mit Bravour.

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